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Bildung, Vorträge und Diskussionen | Himmelswege

Themenabend: Die europäische Dimension der Bronzezeit


Mit Vorträgen über das "Reich der Himmelsscheibe von Nebra" und die Sakrallandschaft rund um die Ringheiligtümer an der Elbe.


Beschreibung

Ab 4. Juni 2021 ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle die Landesausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" zu sehen. Bis zum 9. Januar 2022 präsentiert die Schau die Ergebnisse von 20 Jahren Forschung rund um die Himmelsscheibe von Nebra und die europäische Bronzezeit.

Programm

18 Uhr Vortrag: Das Reich der Himmelsscheibe von Nebra. Fürsten, Goldwaffen und Armeen
Die mitteldeutsche Aunjetitzer Kultur ist als stark hierarchisch gegliederte Gesellschaft zu beschreiben, an deren Spitze "Fürsten" standen. Diese schöpften ihre Legitimation aus historischen Bezügen und neu geschaffenen Traditionen und stützten sich auf bewaffnete Truppen. Der Fürst von Dieskau verfügte über eine beherrschende Stellung, die sich im Grabhügel Bornhöck, einem der größten Mitteleuropas, und dem wahrscheinlich darin gefundenen Goldfund von Dieskau ausdrückt. Importfunde und Rohstoffe zeigen die europaweite Vernetzung der mitteldeutschen Aunjetitzer Elite.
Referent: Prof. Dr. Harald Meller (Direktor, LDA Sachsen-Anhalt)

19 Uhr Kleiner Imbiss. Die Sonderschau "Sternensucher" ist geöffnet.

20 Uhr Vortrag: Stonehenge an der Elbe? Die Ringheiligtümer von Pömmelte und Schönebeck
Am Rande des mitteldeutschen "Aunjetitzer Reiches" der frühen Bronzezeit erhoben sich einst in der Elbaue zwei monumentale Kreisgrabenanlagen. Beide weisen nicht nur durch ihre zeitliche Stellung, sondern insbesondere in Aufbau und Durchmesser Parallelen zum britischen Stonehenge auf. Seit 2018 finden im Umfeld beider Rondelle umfangreiche Untersuchungen statt, um weitere Hinweise auf ihre (auch rituelle) Nutzung zu erhalten und um die sakrale Landschaft zwischen den Monumenten zu erforschen. Bereits jetzt konnte neben dem Ringheiligtum Pömmelte eine der größten frühbronzezeitlichen Siedlungen Mitteleuropas aufgedeckt werden.
Referentin: Dr. Franziska Knoll (Universität Halle-Wittenberg)

Kosten
19,50 €, ermäßigt 13,00 €, inkl. Imbiss
Anmeldung erforderlich


Veranstaltungsort

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